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Seit dem Ausbruch des ersten Tiberiumkrieges ist der Orca eine der Hauptstützen an den Frontlinien der GDI. Einige würden dabei jedoch behaupten, dass dieses Kampfflugzeug über die Jahre einiges in seiner Entwicklung durchleben musste. Es gab geringfügige Verbesserungen am Flugwerk, der Bewaffnung und der Ziel-KI. Als die nächste Generation der Orcas vom Fließband rollte hatte sich im Wesentlichen nichts gegenüber dem Vorgänger verändert, da der Fokus weiterhin auf den überfallartigen Luft-Boden-Angriffen lag. Die GDI-Piloten wollen es im Grunde auch gar nicht anders haben.
In den Nachwehen des dritten Tiberiumkrieges gab es viele innerhalb des GDI-Rates, welche den Orca als aussterbendes Relikt und dessen Berühmtheit innerhalb der militärischen Führung als deplatzierte Nostalgie ansahen, da dessen Effektivität auf dem Schlachtfeld mehr und mehr hinterfragt wurde. Obwohl des Militär sich weiterhin zum Orca bekannte, fand man es zunenehmend schwerer diesen Standpunkt zu vertreten, da das Flugzeug nicht gerade ausgezeichnete Leistungen im Vergleich zum stetig weiterentwickelten Nod-Gegenstück, dem Venom, erzielt.
Die Wünsche der militärischen Führung übergehend rief der GDI-Rat das “Orca Innovationsprojekt“ in Leben. Ein geheimer, von Zivilisten geleiteter Versuch den Orca für das moderne Schlachtfeld neu zu erfinden. Mehrere Jahre – und eine unzählbare Anzahl von Credits – später wurde das Ergebnis der verblüfften Öffentlichkeit präsentiert. Der Orca Mk. IV war ein kaum noch im Vergleich zu seinen Vorgängern wiederzuerkennen. Er war ein massives, hässliches, schwer gepanzertes Flugzeug mit unnötigen Funktionen und erheblichen Fehlern in der Bedienbarkeit, was für das gesamte nicht zielgerichtete Design sprach. Das Militär war alles andere als zufrieden und dessen Unzufriedenheit wuchs mit jedem kostspieligen Ausfall und der damit verbundenen ausgefallenen Kampfübungen.
Am Ende machten die Generäle ihre Position verständlich. Der Mk. IV funktioniert einfach nicht und sie würden diesen auch nicht nutzen.
Die Auswirkungen waren immens, da der Orca Mk. IV für einen großen Kostenanteil ausgesondert und dessen Erfinder aus ihren Ämtern entlassen wurden. Die Forschung und Entwicklung (F&E) des GDI-Militärs wurde damit beauftragt zügig einen angemessenen Ersatz, den Orca Mk. V, zu entwickeln. Es war nicht überraschend, dass die in den folgenden Jahren enthüllte „nächste Generation“ des Orcas wesentlich konservativer ausfiel. Dennoch zeigte es stolz seine geschichtliche Herkunft, sowohl in Form als auch in Funktionalität. Der ausgiebige Test des misslungenen MK. IV brachte wichtige Ergebnisse, die zur Verbesserung der bestehenden Systeme beitrugen. Die rückseitige Anbringung von stärkeren Turbinen erhöhte den Einsatzradius, während die unter den Tragflächen angebrachten Hilfstriebwerke für eine verbesserte VTOL-Eigenschaft (Senkrechtstarter) sorgten. Dies verlieh dem Orca ein stärkeres Auftreten als in früheren Generationen. Gepanzerte Raketenwerfer an der Nase des Flugzeugs und ein ausreichend starkes Flugwerk um diese Last zu tragen, trugen dazu bei das der Orca von einem leichten Aufklärungsflugzeug zu einem mittleren Angriffsflugzeug eingestuft wurde.
Nach einer Reihe erfolgreicher Kampftest wurde der Mk. V im Jahr 2064 offiziell in Dienst gestellt. Während das Militär besänftigt und der GDI-Rat gezüchtigt war, nahm der Orca wieder seinen rechtmäßigen Platz an den vordersten Frontlinien ein.
